Yoshi sucht ein neues Zuhause

Seine Besitzerin schrieb uns folgende Zeilen:

„Yoshi ist 7 Jahre alt (geb. 12/08/2011), kastriert und ein Mischling aus kroatischem Schäferhund und eventuell Terrier. Er hat etwa eine Schulterhöhe von 35cm und wiegt um die 10 kg (derzeit vllt. etwas mehr). Krankheiten sind keine bekannt. Er wurde auf eine subkl. SDU untersucht, was sich aber nicht bestätigte.
Mit anderen Hunden versteht er sich bedingt. Nette Hunde die ihn in Ruhe lassen, wenn er das möchte, sollten aber kein Problem sein. Das zusammenleben mit Hunden kennt er. An der Leine neigt er dazu fremde Hunde anzupöbeln. In seinem Revier wird er keine Fremdhunde tonlos dulden.

Unsere Wohnungskatzen akzeptiert er, aber er verjagt sie auch mal, wenn er seine Ruhe will oder einen Platz für sich beansprucht. Kleintiere in Käfighaltung sollten kein Problem für ihn sein.
Kühe und auch Pferde ignoriert er, solange letztere nicht galoppieren.

Zu Menschen ist er im großen und ganzen freundlich, er meldet Besucher zwar lautstark aber begrüßt diesen dann überschwänglich. Auch Kinder mag er, allerdings muss man hier aufpassen, dass er nicht überfordert oder bedrängt wird.

Er kommt sehr schlecht mit stressigen Situationen zurecht und benötigt eine ruhige Umgebung mit einem geregelten Tagesablauf. Ist sein Stresspegel zu hoch, z.B. an belebten Straßen, zerrt er unentwegt an der Leine und verbellt Stressauslöser. Es ist z.B. auch nicht möglich mit ihm mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Im Freilauf muss man aufpassen, wenn Fahrzeuge in der Nähe sind. Früher hat er diese gejagt, aber das haben wir in den Griff bekommen.

Einige seiner Probleme deuten darauf hin, dass er als Welpe und Junghund nicht viel kennengelernt hat und daher mit vielem überfordert ist. Geboren wurde er in Kroatien, mit ca. 4-5 Monaten kam er nach Deutschland zu einer Familie, die das Verpasste leider nicht nachholte und ihn nicht erzog oder Vertrauen aufbaute, bis sie nach einem Jahr mit ihm überfordert waren.
Abgesehen von der Leinenführigkeit, hört er recht gut, kennt natürlich sitz, platz, bleib und hier her. Er kann nach Eingewöhnung ganz gut alleine bleiben.
Im Auto mitfahren klappt gut und ihm wird nicht schlecht dabei.

Er kann einige Tricks und kennt das apportieren und suchen von Futterdummys, was ihm auch großen Spaß macht. Ballspielen liebt er, gibt seine Beute jedoch ungern ohne Diskussionen ab.
Er kann nach Eingewöhnung frei laufen und achtet auch darauf nicht den Anschluss zu verlieren. Sein Jagdtrieb ist wenig bis mittelmäßig ausgeprägt, er ist gut zu lenken/stoppen.
Er ist Zuhause extrem wachsam, meldet fast alles und lässt sich davon nur schwer abbringen.

Er hat in bestimmten Situationen Tendenzen auch bei seinen Besitzern und hündischen Rudel-Mitgliedern nach vorne zu gehen. So zeigt er bspw. eine Art Schutztrieb, wenn eine Person mit im auf dem Sofa sitzt und eine andere dazu kommt – Hiermit sollte man ruhig und souverän umgehen können, sonnst schnappt er unter Umständen zu.

Ist man mit ihm und seinem Hunderudel an der Leine spazieren und trifft einen fremden Hund oder einen den er nicht leiden kann und er bellend in die Leine geht, kann es dazu kommen, dass er einen Hund aus dem Rudel angreift, egal ob dieser mit bellt oder ruhig ist. Blutig hat er noch keinen gebissen, aber blaue Flecken gab es schon.

Ich kann ihn leider nicht behalten, da ich mit seinem Verhalten auf Dauer nicht mehr klar komme, es zermürbt mich und da er auch sensibel auf meine Stimmung reagiert und sein Verhalten dann schlimmer wird, entsteht leider eine Abwärtsspirale für uns Beide.

Zudem kommt, dass ich von Zuhause ausgezogen bin und mir definitiv kein Haus leisten kann, wo er nach belieben bellen kann, und ich weder Auto noch Führerschein besitze um ihn zu transportieren. Derzeit lebt er deshalb bei meiner Mutter und ihrem Lebenspartner, welche aber nicht gut mit ihm klar kommen und es daher immer mehr Spannungen gibt.

Er sucht möglichst ein Zuhause mit Garten/Hof, was aber kein Muss ist. In jedem Fall aber sollten Sie ländlich oder sehr ruhig wohnen und seine Lautstarke Wachsamkeit sollte dort niemanden stören.

Sein/e neuer/neuen Besitzer sollte/n Hundeerfahrung haben, mit ihm umgehen können und sich von ihm nicht aus der Ruhe bringen lassen. Kinder sollten besser keine vorhanden sein, oder wenn, dann nur sehr ruhige, die ihn in Ruhe lassen. Andere Hunde oder Tiere können vorhanden sein, wenn sie zu ihm passen.“

Kontakt über uns unter: birgit.kowatsch@hundehalter-nothilfe.de